Das war der August 2018



28. August 2018
Nach gut achtzehn Jahren habe ich meinen Handy-Anbieter gewechselt. Der bisherige ging mir immer mehr auf die Nerven und war am Ende auch nicht preiswerter als die Telekom. Also bin ich seit heute dort auch mit meinem Handy Kunde und profitiere von einer Art Mengenrabatt - MagentaEins. Die Hälfte des Preisvorteils habe ich direkt in einen schnelleren Internetanschluss investiert. Die höhere Downloadrate interessiert mich dabei gar nicht mal so sehr wie die Upload Geschwindigkeit. Seitdem ich meinen Onlinespeicher für Bilder habe, ist mir das wichtig geworden. Die neue Rate ist fünfmal so hoch wie bisher, was eine Menge ausmacht, wenn man gut 200 GB an Bildern hochladen will/muss. Ich kann das immer noch nicht "mal eben kurz" machen, aber ich kann es jetzt in mehreren Portionen abends nach Feierabend machen. Und damit habe ich bereits angefangen.
Die Umstellung meiner Handynummer auf die neue SIM-Karte hat heute übrigens ganz einfach funktioniert. Da gab es kein Problem, was mich schon irgendwie überrascht hat.
Abgesehen davon gibt es nicht viel neues. Auf der Arbeit habe ich alle Hände voll zu tun und auch in meiner Freizeit habe ich noch immer keine Langeweile.

22. August 2018
Im Moment bin ich eigentlich nur mit Organisation beschäftigt. Die neue Teamstruktur in der Firma beschäftigt mich ganz gut, wobei es gar nicht die Teamstruktur an sich ist, sondern die Organisation "drumrum". Der Fluss von Arbeitsaufträgen in Richtung der umsetzenden Kollegen muss anders gestaltet werden, der Umgang mit den Aufträgen sieht im Team anders aus als bei "Einzelkämpfern" und wir müssen auch schon mal im Voraus überlegen, wie man die mit Sicherheit auftretenden Interessenkonflikte am besten lösen kann. Das ist alles andere als langweilig, kostet mich im Moment aber richtig viel Zeit.
Meine Freizeit brauche ich im Sportverein und -verband, um dort ein paar Dinge zu bewegen. Ich habe da ein paar Projekte, die mich wirklich interessieren und von denen ich glaube, dass ich da einiges zum Positiven verändern kann. Und diese Umsetzung kostet einige Mühe und vor allem Zeit. Das Schreiben der einzelnen Mails oder das Führen von irgendwelchen Gesprächen zusammen genommen, nimmt gar nicht so viel Zeit in Anspruch, aber ich bin irgendwie ständig mit meinen Gedanken bei der Sache, und das verbraucht meine Freizeit.
Verseht mich nicht falsch: Das ist alles so gewollt. Es ist nur trotzdem anstrengend und ich kann es kaum erwarten, bis mich das Wetter mit anständigen Temperaturen (also unter dem Siedepunkt von Schweiß) dabei unterstützt.
Nebenbei beginnt auch so langsam die Vorbereitung auf die neue Football Saison im NFL-Gamepass. Wie jedes Jahr hat die Betreiberfirma irgendwelche Schnittstellen umgestellt und die App funktioniert erst einmal nicht mehr richtig. Zum Glück gibt es einige Nerds, die den Ehrgeiz haben, sich diesem Kampf gegen Windmühlen zu stellen und so kommen täglich, manchmal sogar mehrmals täglich, neue Versionen heraus, die erst einmal wieder funktionieren bis die Betreiber des Gamepass wieder irgendwas "verbessern".
Wenn ich irgendwann mal die Zeit finde, schaue ich mir den Quellcode der App einmal an. Das Ding ist in Python geschrieben und so langsam sollte ich in der Lage sein, den Code zu verstehen. Zum Glück steht er offen im Netz und ich weiß auch mittlerweile, wie ich ihn von Github bekommen kann und so immer an die allerneuste Version komme. Das klappt nur bei dieser freien Software, in anderen Fällen bekäme ich nicht so oft die neuen Versionen, die ich dann auch relativ einfach ausprobieren kann.
Nach der ganzen Organisation tagsüber ist so ein nerdiges Herumspielen am Abend eine gute Abwechselung. Die Testspiele der Vorsaison, die im Moment laufen, interessieren mich dabei, wenn ich ehrlich bin, viel weniger als die App an sich. Sobald ich sehe, was alles funktioniert und was nicht, schalte ich meist schon wieder aus.

18. August 2018
Eigentlich hatte ich in den Sommerferien immer eine Sportpause. Die Heimspieltage der kommenden Saison müssen geplant werden, aber sonst hatte ich nicht viel zu tun. Das hat sich geändert. Jetzt gibt es viel mehr zu planen und durch die Aufgaben im Präsidium habe ich jetzt auch einige Besprechungstermine. Dazu kommt die ganz normale Arbeit, die durch Urlaubszeit überhaupt nicht weniger wird, sondern nur komplizierter zu koordinieren. Da bleibt nicht wirklich viel Zeit, um etwas anderes zu machen, über das ich hier schreiben könnte.
Ich fürchte, es wird auch in den nächsten Wochen hier eher ruhig bleiben. Schönes Wochenende.

9. August 2018
Der Arbeitsalltag hat mich wieder, als ob ich gar nicht weg gewesen wäre.
Am Montag hatte ich noch Urlaub (sonst wäre die erste Arbeitswoche zu lange geworden) und ich habe mittags meinen Neffen zu mir geholt. Wir haben ein wenig mit der E-Gitarre gespielt, den Lego-Roboter programmiert und die Playmobilschiffe mal wieder vom Schrank geholt. Es war ein kurzweiliger und schöner Nachmittag, trotz der Hitze.
Dienstag erreichte die Hitze ihren Höhepunkt und ich hatte meinen ersten Arbeitstag. Beim Sichten meiner Mails habe ich gesehen, dass ich für Mittwoch bereits einen Kundentermin eingetragen bekommen hatte. Und so habe ich den ersten Arbeitstag direkt mit der Vorbereitung des Termins verbracht. Mit meinem neuen Kollegen konnte ich nur kurz sprechen.
Am Mittwoch war ich dann quasi den ganzen Tag beim Kunden in einer größeren Besprechung und den Rest des Arbeitstags habe ich mit der Nachbesprechung in Herne verbracht. Nachdem das Mittagessen relativ klein ausfiel (es war aber auf jeden Fall lecker), habe ich mich auf den Vorstandsstammtisch am Abend gefreut. Ich habe jetzt mit dem zweiten Durchlauf der Pfifferlingkarte in der Dorfbrennerei begonnen. Die Entenbrust spare ich mir, den Rest habe ich jetzt durchprobiert. ich kann das alles nur empfehlen.
Heute standen dann viele weitere Besprechungen auf dem Plan und ich freue mich darauf, dass morgen einige meiner Kollegen im Homeoffice bleiben und ich dann vielleicht mal wirklich nachlesen kann, was während meines Urlaubs passiert ist. Und dann ist auch schon wieder die erste Arbeitswoche herum und die Temperaturen bewegen sich so langsam in die richtige Richtung. Für mich persönlich ist es aber immer noch zu warm.

5. August 2018
Hier habe ich eine kleine Auswahl an Bildern von meiner Reise online gestellt. Wer sehen möchte, kann mich einfach auf ein Schnitzel und Bier einladen.

4. August 2018
Seit gestern bin ich wieder zurück.
Am Donnerstag habe ich mich gegen zehn Uhr morgens (16 Uhr deutscher Zeit) auf den Weg gemacht. Bis Boston hatte ich noch einen ziemlich Strecke vor mir und der Verkehr ist kaum einzuschätzen. Also bin ich lieber ein wenig zu früh unterwegs gewesen als zu spät. Ich bin dann aber ganz gut in zwei Stunden durchgekommen, habe meinen Mietwagen ganz einfach abgegeben und musste dann noch gut zwei Stunden warten, bevor ich am Flughafen einchecken konnte. Das war ein wenig blöd, denn ich hatte gehofft, meinen Koffer schon eher loszuwerden, um mir noch etwas von Boston ansehen zu können. So habe ich bis zum Abflug um 17.30 Uhr auf dem Flughafen herum gehangen.
Mein Flug ging zunächst nach Madrid. Die Flugzeit lag bei sechseinhalb Stunden. Das war zu kurz, um da irgendwie erholsam zu schlafen. Und ich war auch noch nicht müde genug. Also habe ich nur ein paar Stunden gedöst. Als wir gegen sieben Uhr Ortszeit in Madrid gelandet waren, war ich schon entsprechend müde.
Am Flughafen habe ich erst einmal ein wenig gefrühstückt, bevor es weiter ging nach Düsseldorf. Dieser Flug dauerte gut zweieinhalb Stunden, und das ist einfach eine doofe Dauer. Das ist zu kurz, um zu schlafen (obwohl mir ständig die Augen zu fielen) und zu lang, um das mal eben abzusitzen. Als ich in Düsseldorf ankam, war ich also ziemlich fertig. Zum Glück kam ich relativ schnell aus dem Flughafen heraus, musste nicht lange auf den RE2 warten und kam dann um kurz nach eins in Recklinghausen an. Meine Eltern haben mich vom Bahnhof abgeholt und ich habe erst einmal geduscht.
Nachmittags habe ich meine Taschen ausgepackt und ein wenig herum geräumt. Abends waren wir im Biergarten der Dorfbrennerei und ich habe mich noch bis gegen zehn Uhr krampfhaft wach gehalten, um möglichst schnell wieder in einen guten Rhythmus zu kommen. Heute morgen habe ich bis acht geschlafen und bin ziemlich fit. Das werte ich mal als gute Zeichen, dass ich meinen Jetlag schnell loswerde.
Jetzt arbeite ich erst einmal jede Mails für den Sport ab. Der Alltag kommt schnell zurück.

Nachtrag: 1. August 2018
Am letzten Urlaubstag stand ein Ausflug nach Provincetown auf dem Plan. Die Stadt liegt am nördlichen Ende des Cape Cod und ich habe noch einmal einige Meilen zurück gelegt. P-Town, wie die Einheimischen die Stadt nennen, ist eine eher alternative Kommune. Hier ist die homosexuelle Szene ziemlich stark vertreten und viele Häuser sind bunt bemalt. Diese ganze Kunst an den Häusern hat mich ein wenig an Berkeley erinnert und ich fand das bunte Treiben in den Straßen ziemlich interessant.
Geparkt habe ich am Pilgrim Monument. Das ist ein Aussichtsturm, der Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde, um daran zu erinnern, dass die Pilgerväter hier zuerst an Land gingen und erst nach ein paar Wochen Erkundung nach Plymouth gefahren sind, um dann dort ihre Stadt zu gründen. Das Museum direkt neben dem Turm gehörte mit zum Preis des Parktickets und ich habe den Besuch dort nicht bereut, denn es geht dort nicht nur um die Pilgerväter, sondern auch um die maritime Vergangenheit von Provincetown. Bei dem Sandboden dort oben fällt Landwirtschaft schwer und so hat man dort immer schon vom Meer gelebt.
Nach dem Museum bin ich ein wenig durch die Stadt geschlendert und am Hafen habe ich dann meine Mittagspause eingelegt. Dabei konnte ich ein paar Kegelrobben zuschauen, die zwischen den Booten herum schwammen.
Auf dem Rückweg bin ich noch an der einen oder anderen Stelle an die Küste gefahren und habe das Whydah Pirate Museum besucht. In diesem Museum ist ausgestellt, was bei der Bergung des Piratenschiffs Whydah vor Cape Cod nach oben geholt wurde. Das fand ich ziemlich interessant, auch wenn ich im Museum nicht fotografieren durfte und der Eintritt mit knapp 20 Dollar nicht ganz billig war.
Mittags habe ich noch mal ein Lobster Roll gegesssen und zum Abendessen habe ich mir einen Burger gegönnt. Damit habe ich meinen Urlaub in den Staaten abgeschlossen.