Das war der August 2021



28. August 2021
Gestern fand die Mitgliederversammlung und der Fachjugendtag der Radsportabteilung statt. Eigentlich erledigen wir diese Formalitäten immer im Januar oder Februar, aber in diesem Jahr hatten wir wegen Corona dazu keine Möglichkeit im Winter. Also haben wir das gestern nachgeholt.
Der Fachjugendtag war gut besucht. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen war anwesend und auch aktiv dabei. Dirk hat zugesehen, dass die Versammlung zügig durchgeführt wurde und die Kinder waren offensichtlich nicht gelangweilt.
Bei der Abteilungsversammlung war die Beteiligung schlechter. Es war genau ein Viertel der Mitglieder anwesend, sodass wir gerade eben beschlussfähig waren. Auch hier haben wir zugesehen, dass wir zügig fertig wurden. Mit den Sportkollegen, die da waren, gab es sowieso nicht allzu viel zu diskutieren. Es waren genau die, die ich auch regelmäßig in der Halle sehe und die miteinander sowieso immer im Austausch stehen.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass die beiden, die im Sommer ihren 18. Geburtstag hatten, bei der Mitgliederversammlung dabei waren.
Meinen Beitrag heute beende ich mit einem Link zu einer Karte, die die Coronainzidenzen für unterschiedliche Altersgruppen aufführt. Die aktuellen Zahlen bei den Schulkindern in NRW sind erschreckend. Das ist ganz offensichtlich nicht die Zielgruppe von CDU und FDP. Ich habe meine Zweifel, ob das gut ist. In ein paar Wochen wissen wir mehr.


21. August 2021
Die Woche war anstrengend. Im Büro gab es wieder viel zu viel zu tun und zu organisieren. Und dazu kamen noch einige Aufgaben für den Sport. Am Montag fand nach langer Pause mal wieder eine Präsidiumssitzung in Wedau statt. Nach elf war ich erst wieder zu Hause und habe genügend Aufgaben bekommen, um auch an den anderen Abenden gut ausgelastet zu sein.
Jetzt bin ich froh, dass Wochenende ist, aber so ganz frei habe ich nicht. Neben mir steht mein Arbeitslaptop. Ich muss noch Daten prozessieren und dieser Prozess läuft noch nicht so ganz rund. Deshalb war ich gestern Abend von sieben bis acht noch einmal damit beschäftigt, den abgebrochenen Prozess wieder anzuschieben. Und auch heute Morgen habe ich schon eine Stunde dafür gebraucht. Nachher muss noch einmal nachschauen, ob er durchgelaufen ist oder ob ich noch mehr machen muss.
Im Lauf der Woche kam außerdem eine neue Coronaschutzverordnung des Landes heraus und am Donnerstag haben LSB und Stadtsportamt ihre Interpretationen dazu an uns geschickt. Jetzt wissen wir, unter welchen Bedingungen wir unseren Sport durchführen können. Donnerstagabend und gestern hatte ich dann die Aufgabe, die daraus resultierende neue Organisation in unserer Abteilung abzusprechen und umzusetzen.
Aber es gibt auch positives zu berichten. Gestern Abend war der Mond halbwegs gut zu sehen und ich konnte zum ersten Mal mein neues Teleskop auf ihn richten.

Der leichte Gelbstich im Bild kommt daher, dass ich den Mond fotografiert habe, als er noch ziemlich tief stand. Dementsprechend war auch die Sicht eher bescheiden und gerade bei starker Vergrößerung. Ich habe nach dem oben gezeigten Bild die 2,5 fach Barlow Linse eingebaut und das Video wiederholt, das ich 2013 gemacht hatte, bevor ich meine erste Montierung mit Nachführung hatte. Um zu zeigen, wie schnell sich der Mond bewegt, oder besser gesagt wie schnell sich die Erde dreht, habe ich dafür meine Nachführung ausgeschaltet.

Der Mond schiebt sich von links unten ins Bild und wandert dann nach rechts oben wieder heraus. Die Kamera beginnt mit einer sehr starken Lichtverstärkung und der Mond ist zunächst überbelichtet. Aber je mehr vom Mond zu sehen ist, desto besser passt die Belichtung. Am Ende, wenn der Mond aus dem Bild wandert, wird die Verstärkung wieder stärker. An dieser Stelle sieht man dann dadurch noch ein paar Details mehr am Rand des Mondes, der noch nicht ganz voll war.
Bei diesem Video hatte ich eine Brennweite von 2,5 Metern. Bei der Vergrößerung wirkt die Geschwindigkeit der Rotation schneller als wenn man mit dem bloßen Auge auf den Mond schaut. Und auch die Unruhe der Atmosphäre fällt deutlich auf, zum Beispiel bei 2:30 Minuten im Video. Dort sieht man, wie Bereiche des Monds "herumwabern".
Ich dann zum Abschluss noch ein paar Bilder mit meiner maximal möglichen Vergrößerung gemacht. Dazu habe ich zu der 2,5 fach Barlow Linse noch meinen 2 fach Telekonverter eingebaut. Damit komme ich auf 5 Meter Brennweite. Hier war die unruhige Luft besonders lästig und das Bild ist nicht wirklich gut geworden. Bei Gelegenheit muss ich mal ausprobieren, was heraus zu holen ist, wenn ich mehrere Bilder von dieser Qualität überlagere.


13. August 2021
Die Arbeit ist fertig, meine dringenden Aufgaben für den Sport sind fertig, das Wochenende beginnt. Bevor ich mich jetzt auf den Weg zur Dorfbrennerei machen kann, muss ich noch ein Musikstück im Radio abwarten. WDR2 spielt Enter Sandmann von Metallica. Ich wüsste nicht, dass ich auf dem Sender das Stück schon mal gehört habe.

7. August 2021
In der vergangenen Nacht habe ich zum ersten Mal das neue Teleskop auf den Nachthimmel gerichtet. Gegen 23 Uhr zeigten sich größere Löcher zwischen den Wolken und bis kurz nach Mitternacht konnte ich Saturn und Jupiter beobachten.
Dabei habe ich gelernt, dass das neue Teleskop so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Bildqualität gefällt mir und ich komme damit auch gut zurecht. Ohne die Erfahrungen, die ich mit den beiden Vorgängern gesammelt habe, wäre ich aber mit diesem Instrument überfordert. Als ich das erste mal Saturn durch das Okular gesehen habe, war ich wirklich begeistert. Die Montierung hält das Teleskop sehr schön ruhig und die Fokussierung für die Beobachtung war ganz einfach. Das ist deutlich stabiler als bei den beiden Vorgängern.
Außerdem habe ich festgestellt, dass die Barlow Linse einen Faktor 2,5 bei der Vergrößerung bringt, wenn ich sie so verwende wie ich das gestern Abend gemacht habe. Ich habe Jupiter und Saturn also mit 2,5 Meter Brennweite beobachtet. Den 2-fach Telekonverter habe ich in der Schublade gelassen. Wenn mal wirklich gute Beobachtungsbedingungen sind, werde ich den dann auch noch dazu schalten.
Gestern war die Atmosphäre allerdings so unruhig, dass ich schon mit dieser Brennweite am Limit war. Das erkennt man, wenn man sich mal die Einzelbilder anschaut. Für dieses animierte GIF habe ich von 9 Bildern jeweils den gleichen Ausschnitt verwendet.

Wenn ich diese Bilder mit Registax überlagere, erhalte ich dann aber ein halbwegs brauchbares Bild.

Wolkenbänder erkennt man hier nicht, aber die Ringe von Saturn sind sehr schön zu sehen, wie ich finde. Auch die Monde sind hier nicht zu sehen, weil sie deutlich lichtschwächer sind als der Planet selbst. Von ihnen habe ich gestern keine brauchbaren Bilder bekommen.
Nachdem ich genug hatte von Saturn, kam Jupiter hinter einem Baum hervor und ich konnte mein Teleskop weiter nach links schwenken. Jupiter zu finden war erstaunlich einfach, aber die Sicht wurde jetzt noch einmal schlechter und Wolken zogen auf, die dann auch meine Beobachtungen beendeten. Ein paar Bilder habe ich allerdings noch bekommen, bevor ich nichts mehr sehen konnte. Auch für Jupiter habe ich wieder mehrere Einzelbilder aufgenommen und überlagert. Hier waren es aber nur 6 statt 9.

Durch die Überlagerung entstand ein Bild, das besser ist als jedes der Einzelbilder.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass das ein wirklich gutes Bild von Jupiter ist, aber ich bin zufrieden damit, was ich in der kurzen Zeit, die mir hier zur Verfügung stand, und unter diesen Bedingungen erhalten habe. Die Wolkenbänder sind erkennbar.
In den kommenden Wochen und Monaten werden Jupiter und Saturn immer früher aufgehen und die Dämmerung wird auch immer früher kommen. Außerdem erwarte ich bessere Beobachtungsbedingungen, wenn die Gewitterluft durch kühlere und ruhigere Luft ersetzt wird. Deshalb hoffe ich, dass das jetzt erst der Auftakt war und ich in der nächsten Zeit noch mehr Bilder machen kann. Im Moment sieht es aber nicht so aus, als ob das heute schon etwas wird.

4. August 2021
Mein neues Teleskop ist heute schon angekommen. Am Montagabend hatte ich es bestellt, heute am Mittwoch habe ich es bereits aufgebaut.

Wenn so ein 8 Zoll Newtonteleskop im Zimmer steht, sieht es größer aus als ich mir anhand der technischen Daten vorgestellt hatte. Die 8 Zoll, also 20 cm beziehen sich auf den Durchmesser des Hauptspiegels. Der Tubus hat dann ungefähr den gleichen Durchmesser bei einer Länge von knapp einem Meter, denn das ist die Brennweite des Teleskops. Daraus ergibt sich eine Lichtstärke von 1:5.
Die ersten Testbilder habe ich auch schon gemacht. Ich habe das Teleskop dafür in mein Schlafzimmer geschleppt und von dort das Windrad im Hochfeld fotografiert. Mir gefällt die Bildqualität, auch wenn ich dann dort die 2-fach Barlow Linse einbaue. Damit verdoppelt sich die Brennweite auf 2 Meter. Das folgende Bild kam so aus der Kamera. Ich habe es nur kleiner skaliert - das ist keine Ausschnittvergrößerung.

Ich kann es kaum erwarten, das Teleskop das erste Mal auf den Mond, Jupiter oder Saturn zu richten. Am kommenden Wochenende ist Neumond und danach hoffe ich auf einen freien Himmel, um die Mondsichel zu sehen. Jupiter und Saturn gehen im Moment noch relativ spät auf, aber in den kommenden Monaten werden sie immer besser zu sehen sein. Ich freue mich schon darauf.

2. August 2021
Der erste Arbeitstag nach meinem Urlaub liegt hinter mir. Ich habe ihn hauptsächlich genutzt, um zu erfahren, was in meiner Abwesenheit in den verschiedenen Projekten passiert ist.
Mein Urlaub endete gestern so ähnlich wie er begonnen hatte, nämlich mit meiner Cousine und ihren Jungs. Zum Urlaubsbeginn war ich wegen eines Geburtstags bei ihnen und gestern waren sie ohne einen tieferen Grund bei meinen Eltern zu Besuch. Ich bin dann nach dem Mittagessen auch dort geblieben und hatte einen spaßigen Nachmittag. Meine Aufgaben, die ich während des Urlaubs für den Sport erledigen wollte, hatte ich sowieso fertig und somit hatte ich keinen Druck, nach Hause zu gehen.