Das war der Juli 2018



31. Juli 2018
Heute stand Geschichte auf dem Programm. Ich war in Plymouth, dem Ort, an dem die Pilgerväter gelandet waren. Als ich vor gut zwanzig Jahren in Plymouth, England, war, hatte ich die Mayflowersteps gesehen, von denen aus die Pilger auf die Mayflower gestiegen sind. Heute habe ich Plymouth Rock gesehen, den Felsen, über den die Pilgerväter Neuengland betreten haben. Die Amerikaner haben tatsächlich eine Art Tempel über diesen Felsen gebaut.
Damit endet aber auch schon die Disney-mäßige Heldenverehrung. Der Rest ist sehr gut aufbereitet und dokumentiert. Im Museum Pilgrim Hall gibt es eine eigene Abteilung, in der gezeigt wird, was im Laufe der Zeit alles aus den Pilgervätern und dem ganzen Mythos gemacht wurde. Das hatte ich so nicht erwartet, finde es aber richtig gut.
Von Plymouth aus bin ich dann zur Plimoth Plantation gefahren. Das ist eine Art Freilichtmuseum, in dem die alte Siedlung möglichst originalgetreu nachgebaut wurde, und in dem auch ein Dorf der Ureinwohner aufgebaut wurde. Dazu gab es einiges an Informationen und ich habe viel gelernt.
Zur Kaffeezeit war ich wieder zurück in Hyannis und seitdem habe ich nicht mehr viel gemacht, sondern viel gelesen. Es ist nämlich wirklich heiß gewesen in Plymouth und ich war einfach müde. Nur zum Abendessen habe ich mich noch einmal auf den Weg zum Hafen gemacht, um einen Teller Seafood (Scampis, Muscheln, Fisch und Dinge, die ich nicht erkannt habe) zu genießen.

30. Juli 2018
Den Tag heute habe ich auf Nantucket verbracht. Mit einer der schnellen Fähre bin ich dorthin gefahren und habe mir dann direkt als erstes das Walfangmuseum angeschaut. Das hat mich an der Insel am meisten interessiert und ich bin nicht enttäuscht worden. Danach habe ich mir in aller Ruhe den Ort angeschaut, ein paar Mitbringsel eingekauft und mich einfach mal treiben lassen. Um fünf war ich wieder am Hafen und habe für den Rückweg eine langsame Fähre genommen. Die schnellen brauchen eine Stunde, die langsame fast zweieinhalb. Und diese Zeit auf dem Atlantik habe ich genossen. Es ist hier richtig warm, auch auf dem Meer, und so habe ich auf dem Oberdeck gesessen und einfach nur aufs Wasser geschaut. Das war Urlaub, wie ich ihn liebe.

Nachtrag: 29. Juli 2018
Der Bericht ist spät dran, weil ich gestern Abend etwas besseres zu tun hatte.
Den Tag habe ich an diversen Stellen am Cape verbracht. Ich bin die Haupstraße Route 6 nach Norden gefahren und habe hin und wieder angehalten, um mir einige Stelle anzuschauen. Die Landschaft hier ist wirklich abwechselungsreich und es gibt einige kleinere Trails, die durch die unterschiedlichen Landschaften führen. Ich bin einigen von diesen Trails gefolgt und saß zwischendurch immer wieder im Auto, um zum nächsten zu kommen. Das war ein richtig entspannter und interessanter Tag.
Das Mittagessen habe ich ausfallen lassen und habe mir dafür abends einen dicken Burger und ein paar Bierchen gegönnt.

28. Juli 2018
Der Tag heute war viel ruhiger, als ich es eigentlich geplant hatte. Im Urlaub ist das aber gar nicht mal so schlimm, finde ich.
Gestern hatte ich mir ein Fährticket zur Insel Martha's Vineyard gekauft und gegen elf heute Morgen ging mein Ausflug los. Bis dahin habe ich in aller Ruhe gefrühstückt und danach auf dem Balkon gesessen und gelesen. Die Sonne schien, ich saß im Schatten und hatte eine leichte Brise vom Atlantik. Was will man mehr?
Auf Martha's Vineyard war auch zunächst schönes Wetter und ich mir die "Gingerbread Houses" angeschaut. Das sind alte Häuschen in Leichtbauweise, die als Sommerhäuser dienen für die Leute, die sich das leisten konnten. Danach habe ich den Bus nach Edgartown genommen. In dem Ort wurde der Weiße Hai gedreht und dort gibt es auch einen netten Leuchtturm, wurde mir gesagt. Von dem Leuchtturm war ich nicht wirklich begeistert und, nachdem ich ihn mir angeschaut hatte, fing es an zu regnen. Und der Regen hörte dann auch für den Rest des Tages nicht mehr auf.
Ich hatte meine Regenjacke dabei und dementsprechend konnte ich den Regen genießen. Ich hatte ja schon lange keine Regentropfen mehr abbekommen. Und es wurde nicht wirklich kalt.
Allerdings hatte ich dann doch keine Lust mehr, herum zu wandern. Stattdessen habe ich mich in ein Cafe gesetzt und einen ruhigen Tag genossen. Die Insel eignet sich sowieso nicht wirklich zum herum laufen. Es gibt dort einfach viel zu viele Autos und zu wenige Bürgersteige.
Um viertel vor sieben ging meine Fähre zurück und um kurz vor acht war ich wieder ein meinem Zimmer. Jetzt kopiere ich noch meine Bilder, schaue mir die Ergebnisse der Touretappe an und überlege mal, was ich morgen mache.

27. Juli 2018
Nach Walen gestern habe ich mir heute Seehunde angeschaut. In Chatham gibt es einen kleinen Hafen, in dem Fischerboote entladen werden. Wenn diese Boote in den Hafen kommen, bringen sie nicht nur einen ganzen Schwarm Möwen mit, sondern auch einige Seehunde beziehungsweise Kegelrobben. Die Robben bleiben dann auch bei den Booten und fressen, was über Bord fällt. Auch die Fischreste, die nach dem Löschen der Ladung über Bord gespült werden, holen sie sich.
Danach bin ich die Atlantikküste noch ein bißchen weiter entlang nach Norden gefahren. Auf dem Weg habe ich ein paar Fischadler gesehen und musste natürlich erst einmal eine Fotopause einlegen. Danach ging es weiter zu einem Strand, an dem auch immer wieder Seehunde zu sehen sind. Jetzt ist der Strand allerdings hauptsächlich Badestrand und die Seehunde kommen lieber nicht an Land. Man sieht sie aber hin und wieder im Wasser. Und sie ziehen Haie an. Dementsprechend war ich nur mit den Beinen im Wasser. Aber ich bin ja sowieso kein Freund vom Strandurlaub.
Zum Abendessen hatte ich Hummer. Kein ganzes Tier, sonder ein Hummer-Brötchen, also ein Brötchen, das mit einem zerlegten Hummer belegt war. Ziemlich lecker und nicht viel teurer als ein Krabbenbrötchen an der Nordsee.

26. Juli 2018
Über Nacht kam richtig Regen runter und hat die Schwüle aus der Luft gespült. Das kommt mir sehr entgegen.
Das Frühstück hier ist richtig gut und ich habe mich erst einmal gut für den Tag gestärkt. Dann bin ich aufgebrochen zur Nordwestseite des Cape Cods. Von dort bin ich dann ostwärts gefahren und gegen Mittag war ich in Barnstable. Hier habe ich mir ein Ticket fürs Whale Watching gekauft, ein paar Stunden direkt am Hafen und Strand verbracht, und bin dann um 14.30 Uhr auf den Atlantik hinaus gefahren. Die Fahrt zu den Walen hat gut eine Stunde gedauert, und ich habe sie genossen. Als wir dann dort ankamen, wo die Wale regelmäßig jagen, haben sich einige Buckelwale gezeigt.
Leider ist diese Whale Watching Tour sowas wie die Disney-Variante, wenn ich sie mit den anderen Touren vergleiche, die ich in Vancouver und Andenes gemacht hatte. Hier sind wir nicht einfach halbwegs nah an die Tiere heran gefahren und haben dann in Ruhe geschaut, sondern sind mitten zwischen die Tiere gefahren und das Boot wurde ständig gedreht, um die Wale ständig zu verfolgen. Ständig liefen die Schrauben und die Leute sind aufgescheucht hin und her gerannt, um die Wale zu sehen. Das ist echt schade, denn eigentlich strahlen die Tiere eine unglaubliche Ruhe aus, wie sie ihre riesigen Körper durch das Wasser bewegen. Aber so kam das echt nicht rüber, finde ich. Das fühlte sich heute eher wie eine Jagd an.
Mir sind einige ganz gute Bilder gelungen, glaube ich. Die lade ich aber erst hier hoch, wenn ich wieder zu Hause bin oder mal mehr Zeit habe. Jetzt bin ich müde und freue mich schon auf die Touretappe des Tages. Mal schauen, ob ich sie bis zum Ende sehe oder vorher einschlafe. So viel frische Luft und endlich einmal wieder brauchbare Temperaturen machen mich echt müde.

Nachtrag: 25. Juli 2018
Nach einem guten Frühstück habe ich mich auf den Weg nach Hyannis auf Cape Cod gemacht. Rund um Boston herum und durch Boston hindurch war ziemlich viel Verkehr und so habe ich länger gebraucht, als ich eigentlich gedacht hatte. Das war aber nicht schlimm, ich habe ja Urlaub.
Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, habe ich mich in der direkten Umgebung umgeschaut, also einen Strandspaziergang zum Hafen unternommen. Gegen Abend habe ich dann eine Sportbar aufgesucht, um einen Burger zu essen. Im Moment läuft nur Baseball (Football und Eishockey haben Pause), aber das war schon mal besser als nix. Später habe ich dann in meinem Zimmer festgestellt, dass die Touretappe des Tages ab acht wiederholt bzw. zusammengefasst wird. Der Sonnenuntergang ist hier früh und dementsprechend habe ich mir die Etappe dann vom Bett aus angeschaut.
Damit war der erste Tag dann schon mal gut verbracht.

Nachtrag: 24. Juli 2018
Morgens um kurz nach neun hat meine Mutter mich zum Bahnhof gefahren. Von dort ging es für mich weiter zum Flughafen Düsseldorf. Über London bin ich nach Boston geflogen. Dort habe ich einen Mietwagen übernommen und meine erste Nacht in einem Motel in der Nähe von Boston verbracht. Abends um elf war ich dort nach einem langen Tag im Bett.

20. Juli 2018
Jetzt habe ich Urlaub.

14. Juli 2018
Jetzt bin ich froh, dass die Woche um ist. Die Temperaturen kommen wieder hoch, was mir nicht so richtig gut gefällt, und die letzten Tage im Büro waren entsprechend anstrengend.
Dabei war die Arbeit selbst diese Woche gar nicht mal so schlecht. Ich habe eine Menge Kleinigkeiten erledigt, einige Dinge sortiert und ein wenig organisiert. Es war auf jeden Fall abwechslungsreich und wenig stressig.
Nach Feierabend hatte ich dafür an vier von fünf Tagen Termine für den Sport. Über Montag hatte ich schon geschrieben, der Dienstag war der freie Abend und am Mittwoch folgte der Vorstandsstammtisch der SG. Das ist ein angenehmer Termin, aber ich habe nichts anderes geschafft an dem Abend. Am Donnerstag war ich dann auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Tennisabteilung der SG. Dieser Termin war weniger angenehm, dauerte aber genauso lange. Und gestern bin ich nach der Arbeit direkt nach Gelsenkirchen zum Bikepark des RC Buer Westerholt gefahren. Dort habe ich an einem Treffen zum Thema "Schule und Sport" teilgenommen. Das war gut und konstruktiv, hat aber dazu geführt, dass ich erst kurz vor zehn am Abend zu Hause war.
Heute muss ich mal schauen, ob ich ein paar von meinen Aufgaben abgearbeitet bekomme. Aber allzu viel Motivation habe ich nach dieser Woche eigentlich nicht mehr übrig. Ich glaube, ich konzentriere mich erst einmal nur auf die Dinge, die wirklich zeitkritisch sind.
Eine Woche noch bis zum Urlaub. Schönes Wochenende.

10. Juli 2018
Das Wochenende war hart. Direkt nach einem frühen Feierabend am Freitag bin ich nach Wedau gefahren und bis Sonntag dort geblieben. Dabei war der Arbeitstag am Freitag eigentlich auch schon anstrengend genug. Ich hatte einen Termin bei einem Kunden und die Besprechung, die mich dort erwartete, war viel hochkarätiger besetzt, als ich eigentlich erwartet hatte. Ich glaube, ich habe mich trotzdem ganz gut verkauft.
In Wedau stand am Freitag die Stützpunktleiter und -Trainertagung auf dem Programm. Nach einer kleinen Nachsitzung, die meine Schlafenszeit reduziert hat, ging es am Samstag mit der Arbeitstagung der Kunstradfahrer weiter. Am Sonntag folgte dann die Arbeitstagung der Fachschaft Radball/Radpolo. Dieser Tagungsmarathon ist sowieso anstrengend, aber bei der Hitze fand ich das noch härter als sonst.
Am Montag folgte nach der Arbeit eine Präsidiumssitzung und ich war am Abend wieder in Wedau. Und auch dieser Arbeitstag war ziemlich anstrengend. Wir hatten einen Eilauftrag von einem Kunden bekommen und haben es geschafft, diese Aufgabe bis zum Feierabend zu erledigen. Am Morgen hatten wir noch einen Haufen "Herausforderungen" (Umschreibung für "Probleme", aber positiver ausgedrückt) vor der Nase, von denen wir keine Ahnung hatten, wie wir sie in den Griff bekommen. Am späten Nachmittag hatten wir das alles abgearbeitet und konnten stolz auf unser Ergebnis sein. Ich war dann allerdings nur für zehn Minuten zu Hause, um eben kurz ein Butterbrot zu essen und meine Tasche zu tauschen, bevor ich wieder im Auto saß, um nach Wedau zu fahren.
Der heutige Arbeitstag war dagegen richtig entspannt. Und nach Feierabend habe ich angefangen, die Aufgaben abzuarbeiten, die sich am Wochenende und gestern für mich ergeben haben. Damit werde ich wohl noch die ganze Woche beschäftigt sein, aber ich habe jetzt einfach keine Energie mehr, um das alles sofort zu machen.
Zum Glück hat sich jetzt das Wetter so entwickelt, wie es mir besser gefällt. Wir hatten heute sogar endlich mal wieder horizontalen Regen! Und die Temperaturen sind auch wieder erträglich. Jetzt gerade habe ich alle Fenster offen, um meine Wohnung herunter zu kühlen, und ich bin ziemlich zuversichtlich, dass ich heute Nacht auch wieder besser schlafe.

5. Juli 2018
Die Hitze macht mich fertig. Das Wetter ist weit entfernt von dem, was ich als gut bezeichnen würde (10°C und Regen) und alles, was ich im Moment mache, ist anstrengend. Zu den hohen Temperaturen hat sich noch eine hohe Luftfeuchtigkeit gesellt. Es fühlt sich an, als ob jeden Moment ein Gewitter anfängt, aber zumindest hier bei mir kommt einfach kein Regen, keine Abkühlung.
Die einzig sinnvolle Beschäftigung, die mir zu diesem Wetter einfällt, ist ein Besuch im Biergarten, aber dazu fehlt mir einfach die Zeit. Ich war am Dienstag zwar im neuen Restaurant an der Mollbeck, wir saßen auch draußen, aber es war eine Besprechung vom Radsportverband. Ich habe mich direkt nach der Arbeit auf den Weg dorthin gemacht und so richtig entspannt war das nicht. Es ging um interessante und wichtige Themen (Jugendarbeit), und da kann ich mich nicht einfach zurück lehnen und entspannen. Also hatte ich erst relativ spät Feierabend.
Irgendwie stand diese Woche jeden Abend irgendwas an, und wenn es nur Arbeit am Schreibtisch war. Am Wochenende habe ich jetzt drei Sitzungen in Duisburg Wedau und so gab es noch einige Kleinigkeiten zu erledigen. Morgen nach der Arbeit fahre ich los und am Sonntagnachmittag bin ich dann irgendwann wieder zurück. Das wird sicherlich kein entspanntes Wochenende, aber ich freue mich trotzdem schon darauf, mit den Sportkollegen einige Dinge in die richtige Richtung zu bewegen.
Bei der Arbeit kann ich mich auch nicht wirklich erholen. Die Chefetage hat sich ein paar Strukturänderungen vorgenommen und in diesem Zusammenhang landet im Moment einiges an zusätzlicher Arbeit bei mir. Auch darüber kann ich mich eigentlich nicht beschweren, denn die neuen Aufgaben sind interessant. Im Moment kommt nur einfach mal wieder viel auf einmal.
Zum Glück habe ich bald Urlaub, die Sporttermine legen eine Pause ein und die Hitze wird erfahrungsgemäß auch nicht mehr allzu lange anhalten.