Das war der Juni 2020



21. Juni 2020
Eigentlich war ich gestern zum Arbeiten bei meiner Cousine und ihrer Familie. Aber weil ich weiß, dass sich dort im Garten Libellen tummeln, habe ich auch meine Kamera mitgenommen. Als ich soweit fertig war und keinen Hammer mehr schwingen konnte, habe ich meine Kamera genommen und nach Libellen gesucht.
Mein neues Objektiv habe ich bisher noch nicht so richtig viel nutzen können und jetzt konnte ich endlich einmal ausprobieren, ob es sich als Macro-Objektiv eignet. Auf der Fokus-Skala gibt es einen Macro-Bereich, aber der fängt schon bei 3 Metern an. Und ich kam vielleicht anderthalb oder zwei Meter an die Libellen heran, bevor das Objektiv nicht mehr fokussieren konnte. Und in der Entfernung musste ich schon ziemlich aufpassen, wohin der Fokuspunkt gelegt wurde. Das Objektiv ist also definitiv als Teleobjektiv konstruiert worden. Trotzdem gefallen mir die Ergebnisse.

Bei der Aufnahme handelt es sich um eine Ausschnittvergrößerung, die ich dann um einen Faktor 2 verkleinert habe, damit das Bild die gewohnte Größe für mein Blog hat. Aber auch so sieht man bereits viele Details (einzelne Haare!) auf der Libelle. Ich bin wirklich begeistert und dieses Foto war nicht das einzige, bei dem mir das so gelungen ist.
Ansonsten sitze ich jetzt am Schreibtisch, leide unter der Hitze, jammere über schmerzende Arme und kümmere mich um die Planungen für die kommende Radballsaison. Wieviel von der Planung tatsächlich verwirklicht werden kann, werden wir sehen. Corona ist noch längst nicht verschwunden und unter den jetzigen Maßnahmen gegen das Virus ist noch kein Spielbetrieb für uns möglich.

13. Juni 2020
Gestern war der letzte Brückentag des Jahres, wenn man mal die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nicht mitzählt. Und den Brückentag habe ich genutzt, um meine Blumenkästen neu zu bestücken.

Am Abend habe ich dann meinen Teil zum Konjunkturpaket beigetragen und die Alte Dorfbrennerei besucht. Bei bestem Biergartenwetter war das Opfer gar nicht mal so schlimm.


6. Juni 2020
In den letzten Tagen habe ich wieder einmal viel Zeit in die Organisation des Sports investiert. Für unseren Verein selbst war für mich relativ wenig zu tun. Ich habe abgestimmt, welche Mannschaften wir melden für die kommende Saison, aber das war auch schon alles.
Für den Radsportverband kamen dafür deutlich mehr Aufgaben. Auf der einen Seite hatte ich viele Mails zu verschicken, Telefonate zu führen und auch an einer Videokonferenz teilzunehmen für den Sportbetrieb. Im Sommer stehen immer die Arbeitstagungen der Hallenradsportler an, in denen wir die kommende Saison planen. Und obwohl wir die Tagungen selbst ausfallen lassen, müssen wir die Planungen auf den Weg bringen. Das ist jetzt besonders herausfordernd, weil niemand weiß, womit wir eigentlich planen können. In normalen Jahren ist die Aufstellung des Terminplans schon nicht trivial, aber wir kennen wenigstens die Ferien und Feiertage vorab. In diesem Jahr kommt noch hinzu, dass wir nur spekulieren können, ab wann wir überhaupt wieder starten können mit dem Wettkampfbetrieb. Unser Bundesverband hat auch noch keinen richtigen Terminplan aufgestellt und somit müssen wir auch spekulieren, was Meldeschlüsse und ähnliches angeht. Die Videokonferenz, in der wir zu dritt einen ersten Entwurf des Terminplans besprochen habe, ging bis nachts um elf.
Zusätzlich gibt es ein paar formale Aufgaben für mich im Präsidium des Radsportverbands. So habe ich heute Vormittag unseren Verband bei einer Sitzung des Sportbildungswerks NRW in Dortmund vertreten. Das war hoch formal und ich musste in den letzten Tagen erst einmal lernen, was das Sportbildungswerk ist und wo überhaupt das Problem liegt, das heute besprochen wurde. Das hat jetzt nicht so richtig viel Spaß gemacht, war aber auch mal eine ganz interessante Erfahrung. Und vor allem war es die erste echte Versammlung seit Monaten. Ungefähr fünfzig Teilnehmer haben sich im Kongresszentrum in Dortmund getroffen. Der Raum fasst sonst bis zu 700 Gäste und wir hatten somit genügend Platz. Jeder Teilnehmer hatte seinen eigenen Tisch und dazwischen wurde auch Abstand gehalten. Das sah fast aus wie Abiturprüfungen in der Aula, nur dass auf jedem Tisch Kaffee, Wasser und Apfelsaft standen.
Jetzt bin ich wieder zu Hause, habe schon eine Stunde Mails beantwortet (für den Sport, natürlich) und freue mich über einen ansonsten ruhigen Nachmittag. Neben der Arbeit für den Sport hatte ich in der letzten Woche auch bei meiner bezahlten Arbeit mehr als genug zu tun, und dementsprechend bin ich froh, dass ich heute nichts mehr machen muss.
Immer, wenn ich irgendwo höre, dass die Corona-Krise "Entschleunigung" bringt, verdrehe ich die Augen (und nicht nur, weil ich das Wort "Entschleunigung" hasse).