Das war der Juni 2021



27. Juni 2021
Der beste Teil des Sommers läuft jetzt. Gestern startete die Tour de France und in der Dorfbrennerei gibt es Pfifferlinge.

26. Juni 2021
Gestern Abend fand die traditionelle Stützpunkt- und Trainertagung im Hallenradsport statt. Anders als sonst nicht in der Sportschule Wedau, sondern online. Heute folgte dann, ebenfalls online, die Arbeitstagung der Kunstradsportler. Ich habe das Gefühl, dass wir alles besprochen haben, was zu besprechen war, und trotzdem waren die Tagungen deutlich kürzer als sonst.
Nach der Arbeitstagung kam hier die Sonne heraus und die Wolken haben einfach mal eine Stunde Pause gemacht. Ich habe diese Lücke genutzt und mein Teleskop auf den Balkon geholt. Da ich jetzt mehr Zeit hatte, habe ich dann auch mal zusätzliche Linsen eingebaut, um eine stärkere Vergrößerung zu erhalten.

Mit den Protuberanzen hatte ich heute wieder Glück. Aber auf der Sonne selbst konnte ich leider nicht viel sehen. Vielleicht gelingt mir das, wenn es mal wieder mehr Sonnenflecken gibt. Aber es könnte auch sein, dass im Moment die Erdatmosphäre zu unruhig ist. Wenn ich mehr Erfahrung mit dem Gerät habe, werde ich sehen, wo das Problem liegt.

22. Juni 2021
Die Coronalage beruhigt sich und es ist jetzt im Moment auch nicht allzu heiß. Dementsprechend habe ich heute mal wieder einen Tag im Büro verbracht. Solange beide Voraussetzungen noch gegeben sind, werde ich ab jetzt häufiger nach Herne fahren und nicht mehr jeden Tag in meinem Wohnzimmer arbeiten. Die Kantine ist einfach besser.

19. Juni 2021
Pünktlich zur Sommersonnenwende ist mein neues Spielzeug angekommen, ein Sonnenteleskop.

Seit ein paar Tagen ist der Hochsommer ausgebrochen mit Temperatur, die für meinen Geschmack viel zu hoch liegen. Deshalb habe ich meine Wohnung abgedunkelt und überlege mir genau, wann ich die Fenster öffne. Eigentlich wäre ich also nicht auf den Balkon gegangen, aber meine Neugier war zu groß.
Ich habe jetzt vielleicht eine halbe Stunde mit dem Teleskop gespielt, maximal eine dreiviertel Stunde. Dann konnte ich es nicht mehr aushalten, mein Schweiß tropfte auf das Okular. Aber in der relativ kurzen Zeit habe ich genug gesehen. Die erste Herausforderung war das Auffinden der Sonne. Ein Sucherteleskop gibt es nicht und auch am Teleskop entlang zielen ist bei der Sonne keine gute Strategie. Stattdessen habe ich zunächst auf den Schatten geschaut und damit das Instrument grob auf die Sonne ausgerichtet. Auf dem Bild sieht man eine kleine weiße Mattscheibe mit einem aufgemalten Fadenkreuz. Damit konnte ich dann die nächste Stufe der Ausrichtung vornehmen, um die Sonne in den Sichtbereich des Teleskops zu bekommen. Und dann konnte ich sie mit der Motorsteuerung in die Bildmitte holen.
Im Teleskop befindet sich ein Filter, der nur einen schmalen Wellenlängenbereich rund um die Wasserstoff H alpha Linie durchlässt. Damit wird das Licht auf eine ungefährliche Menge reduziert und man sieht außerdem Strukturen auf der Sonne. Und auch die Protuberanzen am Rand der Sonne kann man in diesem roten Licht sehen. Das H alpha Licht wird vom Wasserstoff emittiert und zeigt dementsprechend den Wasserstoff auf der Sonne und in ihrer unmittelbaren Umgebung. Mit anderen Sonnenfiltern wie z.B. der Filterfolie, die ich für die Sonnenfinsternis verwendet habe, kann man auch die Lichtmenge reduzieren, aber man sieht dann Licht aus allen Wellenlängebereichen, das so gut wie keine Strukturen zeigt und das zum größten Teil aus der Wärmestrahlung kommt.
Nachdem ich die Sonne sehen konnte, wurde ich ein wenig übermütig und habe meine Kamera an das Teleskop angeschlossen. Dafür musste ich sowohl das Okular als auch das Zenitprisma abschrauben, um die Kamera in den Fokus zu bekommen, aber es hat funktioniert. Damit kam dann die nächste Herausforderung, nämlich die richtige Belichtungszeit zu finden. Wenn ich kurz belichte, sehe ich Strukturen auf der Sonne. Wenn ich länger belichte, sehe ich Strukturen am Rand.

Dieses Bild wurde eine zwanzigstel Sekunde belichtet und man sieht am Sonnenrand Protuberanzen. Zugegeben, sie sind nicht besonders scharf und längst nicht so eindrucksvoll wie die, die man auf Bildern der NASA sieht, aber ich bin wirklich überrascht, dass ich sie heute direkt im ersten Versuch überhaupt sehe. Das hatte ich nicht erwartet.
Der dunkle Punkt etwas rechts neben der Mitte der Sonne ist ein Sonnenfleck. Auch der sieht nicht besonders gut aus, aber ich glaube, dass ich das in Zukunft noch besser hinbekommen werde, wenn ich ganze Bilderserien mache und dann noch die Bildbearbeitung bemühe. Das hier gezeigte Bild habe ich einfach nur kleiner skaliert, mehr habe ich nicht gemacht. Das ist keine Ausschnittvergrößerung. Es gibt also noch Luft nach oben. Aber heute ist es mir dafür einfach zu heiß.

14. Juni 2021
Ich habe relativ spontan meine Corona-Impfung erhalten. Heute Vormittag kam ein Anruf aus der Arztpraxis, auf deren Warteliste ich stand. Und um kurz nach drei heute Nachmittag hatte ich die Nadel im linken Arm.
Der Termin für die zweite Impfung kommt nicht ganz so kurzfristig. Ich weiß jetzt schon, dass ich am 6. September an der Reihe bin. Damit bin ich dann kurz vor meinem Geburtstag mit der Pandemie erst einmal fertig und immun.
Gestern habe ich noch einen Corona-Selbsttest gemacht. Die Mitgliederversammlung des Radsportverbands fand für die meisten online statt, aber wir vom Präsidium haben uns mit den hauptamtlichen Mitarbeitern in der Sportschule getroffen und die Sitzung von dort durchgeführt. Das war ganz praktisch. Und um jetzt nicht das ganze Präsidium auszurotten, haben wir vorab noch kurz getestet.
Mein Amt stand nicht zur Wahl. Meine Amtszeit läuft noch bis 2023. Aber ich hatte trotzdem spannende Abstimmungen, denn ich war wieder für Satzungsänderungen zuständig. Eine Änderung betraf mal wieder die Bezirke und es gab einige Gegenstimmen. Aber am Ende stimmten 79% für die Änderungen, also vier Prozentpunkte mehr als notwendig. Die anderen Punkte waren weniger umstritten und die Abstimmungen fielen deutlicher aus. Darunter befand sich auch die Verkleinerung des Präsidiums und ich glaube, dass ich mit den Kollegen, die jetzt im Präsidum sind, wirklich gut arbeiten kann. Das ist auch gut so, denn die Herausforderungen sind durch Corona nicht kleiner geworden.

10. Juni 2021
So richtig spektakulär war die Sonnenfinsternis heute nicht. Das hier ist schon die maximale Bedeckung, die in Recklinghausen zu beobachten war.

Das Bild habe ich mit meinem 400mm Teleobjektiv aufgenommen und hier zeige ich einen Ausschnitt, den ich noch einmal klein gerechnet habe. Für die Sonnenblende des Objektivs hatte ich mir schon vor einigen Jahren mit Sonnenfilterfolie und einem Pappdeckel einen passenden Aufsatz gebaut, um die Sonne zu fotografieren. Ohne Filter wären selbst diese Bilder nicht möglich gewesen.
Leider hatte ich heute viel zu tun und so konnte ich nicht den kompletten Verlauf der Sonnenfinsternis beobachten. Die Bilderreihe wäre wahrscheinlich schöner gewesen als die wenigen Bilder rund um das Maximum, die sich nicht wirklich groß unterscheiden. Darum zeige ich auch nur das eine.
Ich bin auch nicht dazu gekommen, mein Teleskop aufzubauen. Ob die Bilder damit aber besser gewesen wären, weiß ich nicht. Mein Sonnenteleskop habe ich ja noch nicht und dementsprechend hätte ich auch nur Bilder durch die Filterfolie machen können. Den Aufsatz hatte ich griffbereit, falls sich die Gelegenheit ergeben hätte.
Die nächste Sonnenfinsternis ist hier am 25. Oktober 2022 zu beobachten (25% Bedeckung) und am 12. August 2026 gibt es dann eine interessantere mit 90% Bedeckung.

4. Juni 2021
Manchmal ist es gut, den Wetterbericht zu ignorieren. Gestern war so ein Tag.
Die Wetterberichte haben Gewitter angesagt. Zunächst sollten sie schon mittags kommen und im Laufe des Tages wurden sie immer weiter nach hinten geschoben. Am Nachmittag habe ich mich dann mit Guido abgesprochen, dass wir den Wetterbericht ignorieren und uns im Biergarten der Alten Dorfbrennerei treffen. Seit ein paar Tagen sind die Biergärten wieder geöffnet und wir haben das erste gezapfte Bier seit Oktober genossen. Da nicht klar ist, ob die Biergärten offen bleiben oder wieder schließen müssen, wenn die Coronazahlen steigen, blieb es auch nicht bei einem Bier.
Das Gewitter kam erst nach elf, als ich schon längst wieder zu Hause war. Dann war es aber so heftig und laut, dass ich meinen Fernseher ausgeschaltet habe, weil ich nichts mehr verstanden habe.

3. Juni 2021
Das letzte lange Wochenende des Sommers hat begonnen. Und vom Wetter her ist es auch das erste des Sommers, denn bisher war beim Wetter eher noch April.
Die Coronazahlen sind in den letzten zwei Wochen extrem stark gesunken. Das ist schön und seit gestern darf man auch wieder ohne einen Coronatest in den Biergarten. Aber auf der anderen Seite bringen die Lockerungen wieder das übliche Chaos mit sich. In der letzten Woche kamen direkt zwei neue Coronaschutzverordnungen heraus und für die jetzt gültige waren noch einige Details zu klären. Täglich kommen noch Mails von LSB und der Stadt Recklinghausen, die die Auslegungen für den Sport bekannt geben.
Eigentlich hätte ich erwartet, dass nach einem Jahr Corona die Zuständigen beim Land NRW gelernt haben, wie man eine Verordnung verfasst, die nicht eine Unzahl von Fragen aufwirft. Aber das scheint doch schwerer zu sein, als ich mir das vorstelle.