Das war der März 2022



20. März 2022
Am Freitag fand die Mitgliederversammlung der SG Suderwich statt. Die Vorbereitung hat in der letzten Woche noch einmal einiges an Zeit und Mühe gekostet. Die Aufgaben, die ich hatte, waren an sich jeweils schnell erledigt, aber die Planung um diese Aufgaben herum und die Koordination mit den Vorstandskollegen lässt sich nicht zeitlich genau eingrenzen, sondern war gefühlt immer da. Deshalb bin ich jetzt froh und erleichtert, dass die Versammlung vorbei ist.
Eine kleine Nachsitzung fand bei mir zu Hause statt. Ich hatte eine Kiste Bier kalt gestellt und den Vorstand eingeladen. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats kam spontan mit. Das war eine ganz gemütlich Runde, finde ich.
Gestern war ich dann in Marl. Einer meiner Großcousins hatte Geburtstag und es gab eine kleine Feier. Der Junge ist sechs Jahre alt geworden und hatte sich tierisch über den Besuch, aber vor allem über die Geschenke gefreut.
Heute steht nichts auf dem Programm, abgesehen vom Mittagessen bei Klostermann. Und dieser Ruhetag ist mir auch sehr willkommen, denn für die nächste Woche steht wieder einiges in meinem Kalender.

13. März 2022
Meine Arbeitswoche war kurz. Am Montag und Dienstag habe ich meinen Resturlaub verbraucht.
Dafür hatte ich viel mit dem Sport zu tun. Jetzt ist mal wieder die Zeit der Mitgliederversammlungen und die bringt immer einiges an Aufwand mit sich. Am Montag war ich in Duisburg zur Präsidiumssitzung des Verbands. Am Dienstag folgte die Verwaltungsratsitzung der SG. Der Mittwoch war bereits der zweite Mittwoch in diesem Monat und so stand die Vorstandssitzung in der Dorfbrennerei auf dem Plan. Am Donnerstag und Freitag habe ich dann die Mitgliederversammlungen der Schach- beziehungsweise TLV-Abteilung besucht. Zu den ganzen Sitzungen kam dann noch einig Zeit für die Vor- und Nachbereitung, die ich am Schreibtisch verbracht habe. Für einen Blick in den Sternenhimmel habe ich mir dann nicht noch die Zeit genommen.
Das schöne Wetter habe ich aber genutzt, um möglichst viel zu Fuß zu erledigen und so habe ich mein Auto nur für die Präsidiumssitzung in Duisburg aus der Garage geholt und für den Einkauf von Getränken. Bei Spritpreisen von über 2 Euro für einen Liter war das auch gut so.
Gestern musste ich allerdings trotzdem tanken, denn ich musste zur ersten NRW Meisterschaft der Kunstradsportler seit März 2020. Die Meisterschaft der Junioren war die letzte vor Corona, die auf Landesebene durchgeführt wurde. Und jetzt war die Meisterschaft der Junioren wieder die erste Landesmeisterschaft nach der Zwangspause. Ich habe es wirklich genossen, mal wieder diesen Teil des Sportbetriebs zu sehen, nachdem im Radball ja schon länger wieder Spieltage stattfinden. So ein Tag in der Sporthalle bringt jetzt auch wieder die notwendige Motivation für die nächsten Sitzungen und Versammlungen.

4. März 2022
Die Beobachtungszeit gestern Abend war ganz erfolgreich. Ich habe nicht nur durch mein Teleskop fotografiert, sondern auch meine Kamera mit meinem 70-300mm Objektiv auf die Montierung geschraubt.

Diese Übersichtsaufnahme ist eine Überlagerung aus drei Einzelbildern, die ich durch mein Teleobjektiv gemacht habe. Jedes Bild wurde 10 Sekunden belichtet.
Oben im Bild sind die drei Gürtelsterne des Sternbilds Orion zu sehen. In einigem Abstand darunter sieht man den Orionnebel. Direkt links neben dem linken Gürtelstern befindet sich der Flammennebel. Er ist nicht besonders lichtstark und in dieser Aufnahme nicht wirklich zu sehen.

Mit meinem Teleskop habe ich mich dann noch einmal richtig auf den Flammennebel konzentriert. Dieses Bild ist die Summe aus 6 Aufnahme. Jede wurde bei einem ISO-Wert von 2000 für 10 Sekunde belichtet. Insgesamt steckt hier in diesem Bild also eine Minute Belichtungszeit. Die Schwarzwerte wurde wieder angepasst für jede Einzelaufnahme und abschließend noch einmal für die Überlagerung. Ohne diese Korrektur wäre das ganze Bild einfach nur hellgrau geworden.
Im Laufe der Beobachtung wurde die Sicht schlechter. Ich habe das nicht direkt gesehen, aber bei den Bildern, die später entstanden musste ich mehr Streulicht abziehen und darunter leidet die Bildqualität insgesamt. Deshalb ist das hier das beste, was ich gestern erreichen konnte. Aber ich bin eigentlich ganz zufrieden damit.
Unterhalb des Flammennebels liegt der Pferdekopfnebel. Ihn konnte ich nicht ablichten. Er ist dann doch nicht hell genug, um hier aus dem Streulicht heraus zu kommen.

3. März 2022
Bevor ich heute Abend hoffentlich neue Aufnahmen machen kann, möchte ich noch einmal auf die Bilder vom Wochenende eingehen.
Der Orionnebel liegt im Sternbild Orion unterhalb der Gürtelsterne. Mit bloßem Auge sieht man bei guter Sicht einen weißen Nebelfleck. Hier im Ruhrgebiet ist dieser Fleck eher zu erraten als zu sehen.

Dieses Bild kommt so aus der Kamera. Ich habe es nur kleiner skaliert für die Webseite. Die Belichtungszeit lag bei 5 Sekunden mit einer Empfindlichkeit von ISO 2000. Die Vergrößerung ist die kleinste, die ich mit meinem Teleskop hinbekomme. Der Vollmond wäre bei dieser Vergrößerung beinahe formatfüllend.
Dass bei dieser Vergrößerung die Sterne auch bei einer Belichtungszeit von 5 Sekunden noch immer Punkte sind, liegt an der motorisierten Nachführung und der guten Ausrichtung des Teleskops. Ich habe vor meiner Beobachtungszeit ungefähr eine Viertelstunde damit verbracht, mein Teleskop einzunorden. Sobald ich länger als 5 Sekunden belichte und weit genug in meine Bilder zoome, sehe ich dann trotzdem, wie sich die Punkte zu Strichen entwickeln.
Man sieht in diesem Bild, dass der Himmel auch abseits vom Nebel nicht wirklich schwarz ist. Das ist die Lichtverschmutzung und eine längere Belichtung führt dann leider auch dazu, dass der Hintergrund immer heller wird. Deshalb habe ich für das folgende Bild eine Korrektur vorgenommen.

In guten Bildbearbeitungsprogrammen wie Gimp kann man den Bereich für Farbwerke einschränken. Hier habe ich die untere Grenze, unterhalb der alles als Schwarz angezeigt wird, nach oben geschoben. Damit verschwinden lichtschwache Objekte, aber natürlich auch die Lichtverschmutzung. Wie weit ich die Grenze schiebe, ist ein Kompromiss aus Unterdrückung der Lichtverschmutzung und dem Erhalt von schwachen Objekten am Rand des Nebels.
Nach dem Orionnebel habe ich mein Teleskop ein kleines Bißchen weiter nach oben gerichtet, um den Flammennebel abzulichten.

Der ganz helle Sterm im Bild heißt Alnitak. Das ist der linke Gürtelstern des Orion. Durch die Fangspiegelhalterung meines Teleskops erscheint dieser Stern jetzt tatsächlich sternförmig. Mir gefällt diese Verfälschung in dem Bild.
Für die Aufnahme habe ich mehrere Bilder überlagert, die unter den gleichen Bedingungen entstanden sind wie das oben gezeigte Bild vom Orionnebel. Eine Aufnahme war allerdings auch dabei, für die ich 10s belichtet hatte. Insgesamt sind für dieses Bild 30 Sekunden Belichtungszeit zusammen gekommen.
Rund um den Stern befinden sich rote Gaswolken, sodass der Hintergrund des Bilds rot wird. Ein Teil der Färbung ist aber sicherlich auch auf die Lichtverschmutzung zurück zu führen. Die große Gaswolke, die nicht komplett im Bild ist, trägt die Bezeichnung IC 434. Links im Bild befindet sich der Flammennebel.
Wenn ich schreibe, dass sich diese Nebel rund um den Stern befinden, ist das nur aus unserer Perspektive heraus gültig. Alnitak ist ungefähr 800 Lichtjahre von uns entfernt. Die beiden Nebel befinden sich mit ca. 1500 Lichtjahren noch deutlich dahinter. Der Orionnebel ist übrigens 1350 Lichtjahre entfernt. Diese Angaben habe ich aus der Wikipedia und ich gehe davon aus, dass sie nicht allzu falsch sind.

1. März 2022
Mir fehlt gerade die Zeit, noch etwas zu den neusten Astrofotos zu schreiben. Deshalb zeige ich erst einmal nur das neue Kalenderbild.