Das war der Oktober 2018



28. Oktober 2018
Das Wetter wird herbstlicher, die Uhr wurde heute Nacht umgestellt und so langsam gefällt mir der Herbst. Bis jetzt war es mir zu warm und eigentlich finde ich es immer noch zu trocken.
Gestern Vormittag saß ich mal wieder für den Sport am Schreibtisch, genauso wie heute Vormittag. Der Berg an Arbeit, den ich vor mir herschiebe, wird jetzt kleiner. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass ich mehr Aufgaben erledigt bekomme, oder daran dass weniger neue Aufgaben dazu kommen. So oder so ist es ein gutes Gefühl.
Auf der Arbeit merkt man, dass das Jahresende näher kommt und sich auch hier die Aufgaben stapeln. Ich bin diese Woche mit meinen vierzig Stunden nicht ausgekommen und habe ein paar mehr angehängt. Das hat erst einmal gereicht, um mit meinen Aufgaben im Zeitplan zu bleiben. Andere Probleme uns den Zeitplan stärker in Gefahr gebracht, aber ich glaube, noch geht es.
Für den Bootsführerschein habe ich mich gerade mit meiner Seekarte beschäftigt. Wir haben eine Liste von Leuchttürmen und Tonnen bekommen, deren Position wir bestimmen sollten, und deren Abstände wir ausmessen sollten. Dazu kamen noch Kursbestimmungen, um von einem zum anderen zu kommen. Das finde ich nicht wirklich schwer und die Aufgabe ging schön schnell von der Hand. Die bestimmten Entferungen und Kurse habe ich dann gerade noch einmal nachgerechnet und es sieht so aus, als ob meine Arbeit an der Karte gar nicht mal so schlecht war. Die Ergebnisse sind zumindest konsistent.
Und jetzt mache ich nix mehr. Es ist schließlich Wochenende.

21. Oktober 2018
Meine Erkältung ärgert mich noch immer ein wenig und so passt es ganz gut, dass ich genug Arbeit am Schreibtisch habe, um nicht den Drang zu verspüren, nach draußen zu gehen und aktiv zu sein. Dabei wäre das Wetter dafür gar nicht mal so ganz schlecht...
Im Motorbootlehrgang habe ich jetzt eine Übungsseekarte bekommen und wir fangen mit der Navigation an. Erst einmal ging es nur darum, die Zeichen in der Seekarte zu lesen und zu verstehen, wie die eingezeichneten Leuchtfeuer und Tonnen in der Realität aussehen. Bevor es mit der Navigation dann so richtig losgeht, habe ich jetzt erst einmal meine Kenntnisse in nicht-euklidischer Geometrie wieder aufgefrischt und durchgerechnet, wie man aus Koordinaten den Abstand entlang der Erdoberfläche und den Kurs für den kürzesten Weg berechnet. Das war gar nicht mal so trivial und ich glaube jetzt nicht, dass das so im Kurs vorkommen wird. Aber dafür habe ich auch noch die euklidische Näherung mit gerechnet, die in relativ kleine Bereichen (also auf Seekarten) gilt, wo die Erdoberfläche als flach angenommen werden kann.
Ich habe mir ein kleines Python-Skript geschrieben, mit dem ich beide Rechnungen vergleichen kann und die Abweichungen sind innerhalb des Gebiets der Seekarte zu vernachlässigen. Das überrascht nicht wirklich, aber ich hatte mal wieder Lust, ein wenig herum zu rechnen, und das war jetzt der passende Aufhänger dafür.
Eigentlich wollte ich nur wissen, ob ich das noch kann .

11. Oktober 2018
Der Jahresendspurt hat begonnen und ich habe meine Herbstanfangserkältung. Das ist keine richtig gute Kombination.
Nach meinem Geburtstag in der Dorfbrennerei konnte ich den Feiertag wirklich gut brauchen. Danach folgten zwei Arbeitstage bis zum Wochenende. Das sollte eigentlich kein Problem sein, aber mit der einsetzenden Erkältung kam ich am Freitag schon angeschlagen und müde nach Hause. Den Samstag habe ich dann auf dem Sofa verbracht, ein paar Medikamente geschluckt und möglichst viel geschlafen. Am Sonntag war ich dann zum Glück wieder deutlich fitter.
Seitdem bin ich wieder soweit fit, dass ich normal arbeiten gehen kann, auch wenn ich nach Feierabend erst einmal eine Erholungspause brauche. Und da hilft es wirklich nicht, dass ich bei der Arbeit eine Menge zu tun habe, weil unsere Kunden noch einige Aufträge vor Weihnachten fertig haben möchten, und nach Feierabend für den Sport mal wieder viel zu tun ist. Im Radball hat die Saison begonnen, bei den Kunstradfahrern steht mit der DM der Jahreshöhepunkt an und bei den olympischen Sportarten ist jetzt die Saison so gut wie beendet. Da kommt jeder Bereich auf andere Ideen und bei mir häufen sich die Kleinigkeiten, um die ich mich mal eben kümmern soll. Außerdem müssen jetzt auch so langsam die Sitzungen und Formalitäten zum Jahreswechsel vorbereitet werden.
Unter diesen Umständen nervt meine Erkältung um so mehr, aber ich werde sie auch nicht so richtig los.

1. Oktober 2018
Traditionell habe ich Anfang Oktober ein paar Tage frei, so auch diese Jahr. Nach dem Wochenende ist das auch wirklich gut so.
Am Samstag war ich den ganzen Tag in Lemgo bei den Kunstradfahrern und gestern war ich mit den U13 Radballern in Leeden. Dementsprechend ging jeden Morgen der Wecker zu gleichen Zeit wie in der Woche. Und auf beiden Veranstaltungen war ich eigentlich die ganze Zeit über irgendwie im Einsatz. Ein erholsames Wochenende sieht definitiv anders aus. Aber das ist egal, denn heute konnte ich ausschlafen und und mir einen gemütlichen, passiven Tag gönnen.
Nach einem gemütlichen Frühstück bin ich am Vormittag nach Dortmund gefahren, habe meinen Wagen am Bahnhof geparkt und bin zum Dortmunder U geschlendert. Dort findet aktuell eine Ausstellung über Pink Floyd statt und die habe ich mir in aller Ruhe angeschaut.

Am Eingang habe ich Kopfhörer bekommen und einen kleinen Computer, der immer wusste, wo ich gerade war und der dann den passenden Ton auf meine Kopfhörer gegeben hat. Das war meistens Musik, aber auch der Ton von den Bildschirmen, auf denen kurze Interview-Schnipsel oder Dokus zu einem Album, einem Konzert oder einem Stück liefen. Teilweise liefen dort auch Ausschnitte aus den Videos und die eine oder andere Animation. Dazu hatte man ständig die Musik als Hintergrund. Das passte alles sehr gut zusammen und ich finde, nur damit wird man Pink Floyd auch wirklich gerecht. Sie haben sich ja mehr überlegt als ihre Musik und immer wieder mit Photographen und Animateuren zusammen gearbeitet.
Das Bild entstand in einem Raum, in dem einige Teile der Bühnenshow aus der Wall-Tour ausgestellt waren. Über den Kopfhörer kam dazu "Another Brick in the Wall". Diese Kombination aus der Musik, den Ausstellungsstücken und der passenden Beleuchtung fand ich einfach super.
Nach der Ausstellung bin ich noch ein wenig durch Dortmund geschlendert, habe einen Burger gegessen und ein paar Schuhe für den anstehenden Herbst gekauft. Jetzt bin ich wieder zu Hause und gleich werde ich meinen Gamepass starten, um ein oder zwei Footballspiele anzuschauen, die ich am Wochenende nicht sehen konnte. So gefällt mir mein Urlaubstag.