26. September 2021
In den letzten Tagen hatte ich mich mit dem Videomodus meiner Canon EOS 70D genauer beschäftigt. Dabei habe ich gelernt, dass die Kamera einen Digitalzoom mitbringt, der mit einem Faktor von ungefähr 3 beginnt, wie das Handbuch schreibt. Ungefähr 3? Das klingt für mich, als ob dann nur ein Teil des Chips verwendet wird, der dann genau genug Pixel hat für ein Video in Full HD.
Als gestern Abend Jupiter relativ klar zu sehen war, habe ich einen ersten Versuch mit diesem Videomodus unternommen. Mein Teleskop habe ich dafür nicht auf den Balkon gestellt, sondern einfach durch das offene Fenster gerichtet. Eigentlich ist das nicht so richtig gut, weil man dann durch besonders unruhige Luft schaut, die entsteht, wenn sich die relativ warme Raumluft mit der kälteren Außenluft mischt. Für den ersten Test war mir das gestern aber egal, zumal auch die Atmosphäre im Moment sowieso nicht optimal ist.
Das folgende Bild entstand durch die Auswertung eines Videos mit minimalem Digitalzoom, das gut 2 Minuten lang ist. Meine 2,5 fach Barlowlinse war wieder im Strahlengang, aber auf den Telekonverter habe ich verzichtet. Somit hatte ich gut 2,5 Meter optische Brennweite, die durch den Digitalzoom zu effektiven 7,5 Metern wurde.
Aus diesem Video wurden die einzelnen Bilder genommen und die besten 25% davon überlagert. Bei einer Bildrate von 25 Bildern pro Sekunde sind das also 750 einzelne Bilder. Diese Überlagerung ist dann noch nicht so richtig scharf, lässt sich aber mit dem Programm Registax noch verbessern. Aus dem Bild, das eine Größe von 1920x1080 Pixeln hat (Full HD Video eben), habe ich dann einen 1000x667 Pixel großen Ausschnitt verwendet.

Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Der Versuch mit stärkerem Digitalzoom kommt nicht an diese Qualität heran. Und die Versuche mit Saturn stellen mich auch nicht so richtig zufrieden. Ich denke, diese Bilder werde ich noch einmal wiederholen, wenn die Sicht besser ist. Und dann stelle ich das Teleskop auch wieder auf den Balkon.

19. September 2021
Als ich gestern Abend aus der Dorfbrennerei zurück kam, stand der Mond schön hoch und klar am Himmel. Also habe ich mein Teleskop aufgebaut und ein paar Bilder gemacht.

Der Mond ist noch nicht ganz voll. Der nächste Vollmond ist in der Nacht vom 20. auf den 21. September.

Für das zweite Bild habe ich die maximale Vergrößerung durch Barlow-Linse und Telekonverter verwendet. Das Bild ist eine Überlagerung aus 9 Einzelbildern, die dann am Ende in Bezug auf Helligkeit, Kontrast und Gammawert noch einmal mit Gimp bearbeitet habe.
Mit meinen Jupiter-Bildern bin ich nicht zufrieden. Die zeige ich hier deshalb nicht.

18. September 2021
Schon wieder ist eine Woche um. Ich hatte noch immer viel zu tun und habe ein paar Termine ausfallen lassen müssen, um zurecht zu kommen. Dass unter den ausgefallenen Terminen auch der Kindergeburtstag von Milan war, tut mir wirklich leid. Aber für mich war das die beste Alternative.
So langsam wird der Berg an Arbeit wieder kleiner. Ich arbeite schneller Dinge ab als neue Aufgaben hinzu kommen. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich agieren kann statt nur reagieren zu müssen, fühlt sich das nicht mehr so an wie Stress. Und dass an diesem Wochenende keine Termine anstehen, hilft auch.
Gestern war ich nach Feierabend zunächst in der Sporthalle. Bei der U17 Mannschaft werde ich als Betreuer zu den Spieltage mitfahren und deshalb will ich jetzt versuchen, häufiger zum Training zu gehen, damit wir uns wieder aneinander gewöhnen können. Nach dem Training der U17 bin ich dann zum Sportplatz gegangen, um den Vorstand bei der Abteilungsversammlung der Fußballer zu vertreten. Viertel nach neun konnte ich dann wirklich ins Wochenende starten.
Heute Morgen habe ich nach dem Frühstück zunächst meine Waschmaschine gefüttert und danach habe ich mir den Quellcode von meinem Ligenplaner vorgenommen. Ein Sportkollegen hat sich gewünscht, dass die Schiedsrichter angegeben werden können. Das einzubauen hat mich eine halbe Stunde gekostet, inklusive Tests und Installation auf dem Server. Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich länger dafür brauchen würde, weil ich mich erst wieder in den Quellcode einlesen musste. Aber ich hatte den Code ganz gut durch Kommentare dokumentiert und so wusste ich ziemlich schnell, an welcher Stelle ich die Ergänzungen vornehmen musste. Die Ergänzungen selbst waren trivial und so war die neue Version schnell fertig.

11. September 2021
Dass es hier länger still war, liegt nicht daran, dass nichts passiert ist. Es liegt eher daran, dass zu viel passiert ist.
Bei der Arbeit habe ich wieder viel zu tun. Ich bin in mehreren Projekten unterwegs und die meisten davon befinden sich in Testphasen. Da kann ich nicht so richtig viel langfristig planen, weil ich nicht weiß, was benötigt wird. Und in den Projekten, in denen ich im Voraus planen kann, machen mir Krankenscheine von Kollegen die Planungen wieder kaputt. Ich muss also im Moment spontan sein und hoffen, dass sowohl die Kollegen als auch die Chefetage das mitmachen. Bis jetzt geht es, aber es ist sehr anstrengend.
Nach Feierabend habe ich mal wieder alle Hände voll mit dem Sport zu tun. Jetzt nach den Ferien und in einer halbwegs stabilen Coronalage läuft der Sportbetrieb wieder an. Am letzten Wochenende war ich dementsprechend auch an beiden Tagen für den Sport unterwegs. Am Samstag war ich zunächst in Warendorf beim Einradrennen, der ersten Veranstaltung der Einradfahrer seit zwei Jahren. Und am Nachmittag war ich in Velbert beim Saisonauftakt im Radball. Am Sonntag folgte dann die NRW Meisterschaft im Radball für alle Nachwuchsklassen. Den Spieltag haben wir auf zwei Spielflächen ausgerichtet, wofür ich am Samstagabend noch mitgeholfen habe, die Markierungen zu kleben. Als ich dann am Sonntagnachmittag irgendwann zu Hause war, war ich zwar glücklich, dass der Sport endlich wieder läuft, aber auch ziemlich müde.
Montag bin ich nach der Arbeit direkt nach Duisburg zu einer Präsidiumssitzung gefahren. Und seitdem habe ich noch einige Zeit in die Erledigung von Aufgaben stecken müssen, die sich sowohl aus dem Sportbetrieb als auch aus der Präsidiumssitzung ergeben haben. Morgen richten wir den NRW Minicup bei uns aus und auch dafür hatte ich noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Keine dieser Aufgaben war wirklich groß, aber in Summe war ich damit wirklich gut ausgelastet.
Den Preis dafür zahle ich heute. Ich fühle mich schlapp. Das feuchtwarme Wetter der letzten Tage trägt daran sicherlich auch eine gewisse Mitschuld. Aber es hilft alles nicht, ich habe den Besuch bei meinem Bruder heute Nachmittag abgesagt. Er feiert heute seinen Geburtstag nach, aber ich war zum Glück schon in der Woche direkt an seinem Geburtstag bei ihm, um zu gratulieren.