20. September 2026
Freitag war ich abends in der dortmunder Innenstadt. Mein Doktorvater hat sich in den Ruhestand verabschiedet und dafür so ziemlich jeden eingeladen, der mal in seiner Arbeitsgruppe war. Ich habe ein paar Leute getroffen, die ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hatte. Das wurde dann ein langer Abend, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht.
Ansonsten habe ich an diesem Wochenende nicht geplant gehabt. Es hätte zwar ein paar Termine für den Sport geben können, aber ich brauchte Ruhe. Die letzten Monate waren anstrengend und ich weiß noch nicht, wann ich mir wirklich mal eine richtige Auszeit nehmen kann. Deshalb versuche ich jetzt, die Wochenenden möglichst frei zu halten und bei der einen oder anderen Verpflichtung etwas kürzer zu treten. Es geht gerade auch nicht anders und ich habe immer noch genug zu tun.

16. September 2026
So langsam stellt sich ein Alltag ein. Das ist nicht mehr der alte gewohnte Alltag, sondern ein anderer Alltag, der viel stärker meine Mutter beinhaltet. Und ich habe jetzt auch wieder mehr Zeit und Motivation, mich um Aufgaben für den Sport zu kümmern. Damit lässt der permanente Stress der Ausnahmesituation endlich nach, auch wenn es noch immer einige formale Aufgaben gibt, auf die ich warte.
Die ganzen Ämter, Behörden und behördenähnliche Firmen, mit denen wir jetzt zu tun haben, lassen sich wirklich viel Zeit. Dass die Kommunikation komplett über die gute alte Post läuft, beschleunigt das ganze nicht wirklich. Wenn man das alles am Stück machen könnte, wären das in ein paar Stunden erledigt.

5. September 2026
Der Formalkram nach dem Tod meines Vaters geht sehr langsam voran. Das ist nervig und weiterhin sehr belastend. Ich bin noch nicht wirklich in einem neuen Alltag angekommen, auch wenn sich bei meiner Mutter und mir eine gewisse Routine eingestellt hat: mittags hole ich sie zum gemeinsamen Mittagessen, den Nachmittag verbringt sie bei mir und nach Feierabend bringe ich sie irgendwann wieder nach Hause. Der Ablauf wird gestört durch Besuche bei der Sparkasse, bei Ärzten oder bei der Apotheke. Die haben alle ihre normalen Arbeitszeiten innerhalb meiner Arbeitszeiten liegen. Das ist wieder zusätzlicher Organisationsaufwand für mich. Hoffentlich ist der Formalkram bald fertig und wir müssen uns nur noch um Arzttermine und ähnliches kümmern. Das wird helfen.
Mit dem Ende der Ferien beginnt der Sportbetrieb wieder so langsam. In der letzten Woche fanden bereits die ersten beiden Termine nach Feierabend statt und am Sonntag steht noch eine Videokonferenz mit dem Bundesverband an.